Mit dem Schiedsrichter-Tag im Kreis Sieg in der Sportschule Hennef endete am Montagabend eine Ära. Denn als Günter Gertmann Vorsitzender „seines“ Kreis-Schiedsrichter-Ausschusses wurde, im Jahr 2000, wurde sein jetziger Nachfolger geboren.
Mehr als 24 Jahre lang leitete der Unparteiische vom FC Hennef 05 die Geschicke der Sieg-Schiris, begleitete dabei Traum-Karrieren wie die von Bundesliga-Referee Sascha Stegemann vom 1.FC Niederkassel, der ihm an diesem Abend nochmal selbst vor Ort die Ehre gab. „Menschen wie Günter oder mein erster Schiri-Mentor Marcus von Scheid verdanke ich alles, was ich heute über die Schiedsrichterei weiß. Sie haben die Grundlagen gelegt“, sagte Stegemann. Dazu gab es stehende Ovationen „seiner“ Schiris für Gertmann.
Denn mit den Neuwahlen des Ausschusses übergab er den Staffelstab an Philipp Dahmann vom STV Siegburg, der von den 80 stimmberechtigten Schiris in der Sportschule bei nur drei Enthaltungen und ohne Gegenkandidaten souverän zum neuen Chef der Sieg-Schiris gewählt wurde.
Auch „mein Team“, wie Dahmann die Kandidat*innen Romina Holschbach (TuS Schladern), Hans Kudrass (Wahlscheider SV), Daniela Nohl (FC Hennef 05), Tobias Esch (TuS Oberpleis, Lehrwart), Erkan Zorlu (SF Troisdorf), Justus Kaltenbach (VfR Marienfeld alle Beisitzer) sowie Domenico Garofalo (FSV Neunkirchen-Seelscheid, Vertreter der Jungen Generation) nannte, wurde mit großer Mehrheit gewählt.
Nohl und Kaltenbach wurden neu in den Ausschuss gewählt. Sie ersetzen Bernd Peters (FC Hennef 05) und Lukas Dahmann (SV Siegburg), die sich beide im Juni für ein Amt im Verbands-Schiedsrichter-Ausschuss bewerben werden.
Und auch Gertmann geht noch nicht so ganz. Er wurde nochmal zum Beisitzer gewählt. Ein Rückzug auf Raten also. „So kann ich mein Wissen noch eine Weile weitergeben und meinen Nachfolger einarbeiten“, so Gertmann.
Philipp Dahmann freut das: „Was bei Günter in den letzten Jahren alles aufgelaufen ist, kann ich nur erahnen“, sagte der neue Schiri-Chef über den alten. „Wir werden die Aufgaben neu verteilen, aber sind überzeugt, dass der Generationswechsel so gelingen kann.“
Schließlich wird Gertmann in zwei Jahren 80 – sein Nachfolger ist 24. „Ich war so lange für meine Schiris da, wie es ging“, so der langjährige Lenker. „Jetzt ist auch mal meine Familie dran.“
Unser Foto oben zeigt den neuen KSA (v.l.) Hans Kudrass, Domenico Garofalo, Romina Holschbach, Justus Kaltenbach, Philipp Dahmann, Tobias Esch, Günter Gertmann, Erkan Zorlu und Daniela Nohl mit dem Kreisvorsitzenden Guido Fuchs (ganz rechts).
(Text/Fotos: Bernd Peters)
