Saisonvorbereitung 2018/19: Spielberechtigungsprüfung online

Kreisvorstand unterstützt die Vereine bei der digitalen Prüfung der Spielberechtigungen

Saisonvorbereitung 2018/19: Spielberechtigungsprüfung online

Am heutigen Tag wurden über 70 Windows-Tablets für den baldigen Einsatz im Spielbetrieb des Fussballkreises Sieg vorbereitet. Die dutzendfache Vorstellung von "Cortana" als unsere sprachbegleitende Unterstützerin bei der Einrichtung des Betriebssystems wird die agierenden Ehrenamtler noch viele Nächte schreiend aufwachen lassen. Aber beginnen wir am Anfang:

Wir alle - Vereine, Mannschaften, Trainer, Spielbetriebler, Funktionäre im Kreis und Verband - kommen um das digitale Zeitalter nicht mehr herum. Und das ist durchaus als positiv und wegweisend zu bewerten. Der Aufwand zur Planung und Durchführung des Kreisspielbetriebs ist im Senioren- wie auch gerade im Juniorenbereich imens angestiegen. Von Zeiten in denen in einem Verein 3 oder 4 Jugendmannschaften existierten sind wir meilenweit entfernt. Bis zu 18 JuniorInnen-Teams beheimatet heutzutage ein Verein; 3 bis 5 Seniorenmannschaften sind keine Seltenheit; denn selbst die Damen-Mannschaften haben sich im Verein und Spielbetrieb seit einigen Jahren fest etabliert. Galten sie zunächst als Überbleibsel einer Frauen-WM, so sind die Teams mittlerweile nicht mehr aus dem alltäglichen Spielbetrieb weg zu denken. Und das alles ist gut und richtig so.

Allerdings steigt mit den Mitglieder- und Mannschaftszahlen auch der Verwaltungsaufwand der Planung und Durchführung im Spielbetrieb. Von der Mannschaftsmeldung über Qualifikation, Auf- und Abstieg sowie Gruppeneinteilung bekommt man als Verein oder Spieler einer Mannschaft wenig mit. Nun kann man über die saisonalen Ordnungsgelder und deren akribische Durchsetzung geteilter Meinung sein - Fakt jedoch ist, dass das ganze System ohne diese "kleinen Nackenschläge" nicht funktioniert.  Für einen (meist neuen) Trainer von jüngeren Juniorenmannschaften gehört es einfach dazu, nicht nur mit seinen Schützlingen zu arbeiten, sondern auch mit dem DFBnet - und das sollte gerade in der Anfangszeit der Karriere vorrangig angegangen werden. Sorgt ein Verein für regelmäßige Schulungen und Unterstützungen der Trainer, Betreuer und Organisatoren, bleiben die ärgerlichen Ordnungsgelder sehr schnell auf der Strecke.

Ist es im Zeitalter des DFBnets, fussball.de und den ganzen elektronischen Möglichkeiten von Mannschaftsplanung bis Spielbericht dann nicht logisch, dass auch der "altbackene Spielerpass" endlich dem digitalen Vorbild weichen sollte?

"Ja!" -  so beurteilten der Kreisvorstand Sieg und seinem Rat folgend auch über 90% der Vereine, die an den Kreistagen 2017/18 teilgenommen hatten und die Erläuterungen und Vorschläge des Geschäftsführers Daniel Heinze positiv bewerteten. Als erster Kreis im FVM wagen die Mitglieder von Rhein und Sieg den Sprung ins kalte Wasser: Ab der kommenden Saison gelten für die Senioren sowie A und B-JuniorInnen der digitale Pass zur Spielberechtigungsprüfung.

"Das Verfahren gibt der DFB vor; die Vereine müssen lediglich für die Fotografien der SpielerInnen sorgen und entsprechend ins DFBnet einstellen. Die Prüfungsmöglichkeiten für Schiedsrichter, Trainer und Spielleiter sind im DFBnet bereits frei geschaltet und können genutzt werden." berichtet der Geschäftsführer des Kreises Sieg. "Ebenso sorgen wir für Schulung der Schiedsrichter, die hauptsächlich mit den digitalen Spielerpässen arbeiten müssen. Die Abschaffung des Papierpasses ist zwar noch in weiter ferne, aber wenn wir als Vorreiter mit gutem Beispiel voran gehen, ist eine längere und 'Ordnungsgeld ärmere' Einarbeitungszeit möglich. Gerade im Seniorenbereich vereinfacht diese Prüfungsart den Mannschaften und Schiedsrichtern die Arbeit - legendärer und meist kostenpflichtiger Satz an jedem Wochenende: "Der Pass von Spieler xy ist bei der 2. Mannschaft!". Das wird es in naher Zukunft nicht mehr geben, denn jeder Spieler ist online prüfbar. "

"Wir möchten den Vereinen jede mögliche Starthilfe an die Hand legen und haben jedem am Kreisspielbetrieb teilnehmenden Verein ein Windows-Tablet bereit gestellt." ergänzt der Kreisvorsitzende Guido Fuchs."Dazu werden die Tablets von uns vorkonfiguriert und in den kommenden Tagen an die Vereine übergeben."

Uns bleibt nur zu wünschen, dass die Einarbeitung in die Durchführung der "Spielberechtigungsprüfung online" bei Kreis, Vereinen, Mannschaften und Schiedsrichtern gleichermaßen erfolgreich verläuft.  Auf geht's!

Author: Daniel Heinze

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